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Selbsterfahrungs-Parcours der Klasse 3.1 (SJ 14/15)

Am Samstag, den 20.6.2015, feierten wir unser Schulfest, unter dem Motto "UNSERE BUNTE WELT – FARBE BEKENNEN FÜR VIELFALT".

Unsere Klasse hat einen Selbsterfahrungsparcours angeboten.

Wir hatten sechs Stationen aufgebaut.

An der ersten Station waren drei Rollstühle. Mit ihnen konnte man über den Schulhof fahren und geschoben werden. Alleine im Rollstuhl hat man sich richtig hilflos gefühlt und wenn man geschoben wurde, war man sehr viel auf den anderen angewiesen. Man musste ihm vertrauen.

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An der zweiten Station konnte man ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn man sich nicht richtig bewegen kann. Man hat einen „Schützer“ ans Knie und an den Ellenbogen angezogen bekommen und hat sie anschließend mit einem Verband umwickelt. Dadurch konnte man sich nicht richtig bewegen. Mit dieser Einschränkung musste man dann Roller fahren, sich auf einem Rollbrett fortbewegen, Tischtennis spielen oder Seil springen. Das war sehr schwierig.

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Bei Station drei hat man Kopfhörer, die mit Watte abgedichtet waren, angezogen und musste einem Gespräch zuhören und lauschen. Dabei konnte man folgende Erfahrungen machen, wie es einzelne Kinder beschrieben haben:

"Es ist gar nicht schön, wenn man nichts hören kann. Dann ist man oft alleine. Man kann dann auch nicht mit den anderen reden und man weiß nicht um was es geht. Wenn andere über dich reden und du nichts hörst, fühlt man sich ausgeschlossen."

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An Station vier konnte man ausprobieren, wie es den Menschen geht, die nicht richtig mit ihren Händen fühlen können. Man sollte Handschuhe anziehen und eine Flasche aufmachen, eine Jacke zumachen und Schuhe binden. So haben einige Kinder ihre Erfahrungen beschrieben:

"Es ist nicht schön, wenn man seine Hände nicht frei kontrollieren kann. Dann kann man nicht so viele Dinge machen.
Es war sehr schwer. Ich konnte nicht meine Schuhe binden, weil ich verkrüppelte Finger habe. Es fühlt sich komisch an. Alles ist nämlich voll schwer."

An Station fünf konnte man testen, wie es sich anfühlt, wenn man nicht richtig oder gar nicht sehen kann. Es gab verschiedene Brillen, die verschiedene Arten von Sehbeeinträchtigungen vorgetäuscht haben und es gab Augenbinden. Damit konnte man gar nichts sehen. Man sollte dann von einem anderen mit Links-rechts-Anweisungen geführt werden. Der mit der Brille durfte dabei nicht berührt werden. Welche Erfahrungen man an dieser Station machen konnte, haben auch wieder einige Kinder sehr treffend beschrieben:

"Wir mussten Brillen anziehen. Man hat Angst, dass man irgendwo dagegen stößt, wenn man nicht richtig sieht.
Ich habe mich komisch gefühlt, weil ich nichts sehen konnte.
Es war schwierig zu laufen.
Wir haben eine besondere Brille angezogen, durch die man kaum etwas sehen konnte. Wir finden es nicht so schön, auf andere angewiesen zu sein.
Wenn man blind ist, ist es blöd, wenn man nicht sieht, wie die Landschaften aussehen und man alle wunderschönen Dinge nicht erleben kann. Und es ist blöd, wenn du nicht weißt, wo du hingehst.
Man wurde geführt. Man muss auch Vertrauen haben, sonst kann man sich ganz leicht verletzen.
Es fühlt sich nicht toll an, nichts sehen zu können, weil dann Unfälle passieren können. Geführt zu werden ist aber auch nicht schön.
Es war komisch, etwas zu hören, aber nicht zu sehen. Man dachte, man wäre in einer anderen Welt."

An der sechsten Station konnte man sich über Esshilfen informieren.

Um die Stationen durchzuführen, hat man eine Laufkarte gebraucht. Nach jeder Station hat man einen Stempel auf die Laufkarte gekriegt. Wenn man alle Stationen durchgeführt hatte, durfte man sich einen Button machen. Alle Kinder aus unserer Klasse sollten eine halbe Stunde im Selbsterfahrungsparcours aushelfen. Ein paar Eltern haben auch mitgeholfen.

Wir denken, dass es allen, die den Selbsterfahrungsparcours durchlaufen haben, gut gefallen hat und sie eine gute Erfahrung gemacht haben.

Danken möchten wir noch der Firma Doppler, die uns die Rollstühle, die Esshilfen und einiges an Informationsmaterial zur Verfügung gestellt haben und Herrn Elz von der Feuerwehr, der uns die Buttonmaschine ausgeliehen hat.

(Juha, Elina  – Klasse 3.1)

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