Gebäude

 Konzept der freiwilligen Ganztagsschule Grundschule Scheidt

 

  1. Unsere Schule versteht sich als offener Lebens- und Lernort für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft
    1. Ein Ort, an dem wir den Kindern durch die Gestaltung ihrer Umgebung die Möglichkeit geben, selbstständig, eigenverantwortlich sowie interdisziplinär zu reflektieren, zu handeln und zu lernen.
    2. Ein Ort, an dem die Kinder zu Mitgestaltung und Verantwortung für sich selbst, andere und zukünftige Generationen befähigt werden.
    3. Ein Ort, an dem Kinder mit Kopf, Hand und Herz lernen.
      Dadurch gewinnen sie interdisziplinäre Erkenntnisse, werden weltoffen und integrieren neue Perspektiven in ihr Wissen.
    4. Ein Ort, an dem Kinder ihren Fähigkeiten und Anlagen entsprechend lernen und hierbei individuelle Unterstützung finden.
    5. Ein Ort, an dem alle mit Empathie, Achtung und Akzeptanz miteinander umgehen und an Entscheidungsprozessen partizipieren können.
    6. Ein Ort, an dem jeder lernen kann, seine Gefühle zuzulassen, anzunehmen und mit ihnen umzugehen.
  2. Besondere Schwerpunkte unserer Arbeit
  3. Kooperation Nachbetreuung
  4. Kooperation Kindergarten und Schule – Verzahntes Arbeiten
  5. Bildung für nachhaltige Entwicklung - BNE
  6. Mediation
  7. Mitarbeitende UNESCO-Projektschule
  8. Fairtrade-School

 

1. Unsere Schule versteht sich als offener Lebens- und Lernort für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft

Mitglieder der Schulgemeinschaft sind:

  • Kinder
  • Lehrer und Lehrerinnen
  • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Nachbetreuung
  • Eltern
  • Mitglieder des Fördervereins
  • Leiterinnen und Leiter von Arbeitsgemeinschaften und kulturellen Angeboten
  • ehrenamtliche Mitarbeiter des Kinderschutzbundes und
  • alle, die sich für sie engagieren wollen.

1.1 Ein Ort, an dem wir den Kindern durch die Gestaltung ihrer jetzigen und zukünftigen Umgebung die Möglichkeit geben, selbstständig, eigenverantwortlich sowie interdisziplinär zur reflektieren, zu handeln und zu lernen.

Das Herz der Schule ist die Aula.

Alle anderen Räume sind darum gruppiert. Die zweite Etage hat eine Galerie und eine Brücke über das Atrium.

Hier finden gemeinsame Aktivitäten aller Schulmitglieder statt.

  • Schulversammlungen
  • Theater- und Musikvorführungen
  • Lesungen
  • Adventliche Morgenfeiern
  • Schulversammlungen
  • Feste und Feiern
  • Präsentation von Projektergebnissen aus Klassen, Klassenstufen, Arbeitsgemeinschaften...

Die Klassenräume sind alle zur wenig befahrenen Straße orientiert und haben einen Zugang nach draußen, so dass Sachunterricht in freier Natur auch in unmittelbarer Nähe stattfinden kann.

Die Klassenräume einer Klassenstufe liegen nebeneinander und sind durch einen Zwischenraum miteinander verbunden.

Dieser Raum wird von beiden Klassen als Förder- bzw. Differenzierungsraum oder als dritter Raum bei Stationen und Werkstattarbeit genutzt.

Das erste Schuljahr ist immer in den Räumen mit dem schnellsten Zugang zu Toiletten, Schulhof und Verwaltung untergebracht.

Für künstlerische und Werkarbeiten steht uns ein gut ausgestatteter Werkraum zur Verfügung. Hier wird getöpfert, gehämmert, gesägt, gemalt, gebastelt ... Eine Tür führt nach draußen in einen Werkhof. Im Sommer kann auch unter freiem Himmel gearbeitet werden.

Musikalische Aktivitäten finden im Musiksaal statt. Ein Flügel (Eigentum des Männergesangsvereins und der Musikschule), Orffinstrumente und zahlreiche Rhythmusinstrumente bieten die Grundlage für einen interessanten Musikunterricht.

Der Musikraum wird auch als Videoraum genutzt.

Die Wände des Musikraums lassen sich in einen Bahnhof schieben, wodurch die Aula auch für Großveranstaltungen gerüstet ist.

Auf der Schulhofseite befinden sich im Keller, Lagerräume, Technikräume, Toilettenräume, Archiv und Maschinenraum.

Im zweiten Stockwerk liegen hier die Räume der Nachmittagsbetreuung (Aufenthaltsraum, Essraum (wurde wegen hoher Kinderzahl 2008 in einen zweiten Aufenthaltsraum umgewandelt), Küche und Bibliothek (wurde 2008 in einen Ruheraum umgewandelt). Die Bibliothek befindet sich jetzt in einem ehemaligen Lagerraum. Gegessen wird momentan in der teilweise dafür bestuhlten Aula. Der Antrag auf eine Erweiterung der Schule um einen Essensraum wurde viermal gestellt und im Hinblick auf weitere Schulentwicklung bisher nicht bewilligt. Eine Plexiglasverkleidung wurde schon zum dritten Mal angekündigt, ist aber noch immer nicht angebracht.
Alle Aufenthaltsräume der Nachmittagsbetreuung haben direkten Zugang zum Schulhof.

An einem Vormittag in der Woche werden diese Räume vom gleich nebenan gelegenen Kindergarten benutzt. Hier bereiten sich die Kinder des Kindergartenjahres 3 auf ihren baldigen Schulbesuch vor.

Weitere Toiletten, Putzräume und auch die Räume der Verwaltung befinden sich auf dieser Ebene.

Die Hausaufgaben werden in den Klassenräumen von Lehrern und Lehreinnen betreut.

Über dem Musikraum befindet sich der PC-Raum mit Internetanschluss. Er wurde zugunsten der Nachbetreuung 2011 aufgelöst. Die PCs wurden in den Klassenräumen und Förderräumen untergebracht. Es wurden zusätzliche Laptops angeschafft. Der Raum wurde als Gruppenraum für die Nachbetreuung umgestaltet.

Es hat sich herausgestellt, dass diese Lösung für die Schule äußerst ungünstig ist und der Medienunterricht darunter gelitten hat. Ein Antrag auf Rückumwandlung wurde bisher nicht bearbeitet mit dem Hinweis, auf mögliche Veränderungen durch eine eventuelle Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule.

Eine Bibliothek, die mit aktueller und klassischer Kinderliteratur, mit zahlreichen Sachbüchern und Nachschlagewerken gut ausgestattet ist, befindet sich im unteren Geschoss.

Die Schule ist behindertengerecht gebaut.

Die Turnhalle steht direkt gegenüber der Schule.

1.2 Ein Ort, an dem die Kinder zu Mitgestaltung und Mitverantwortung für sich selbst, andere und zukünftige Generationen befähigt werden.

Die Unterrichtsformen sind sehr vielgestaltig und orientieren sich an den pädagogischen Maximen der (Eigen)verantwortung, der Selbsttätigkeit und der Kooperation als grundlegende Voraussetzungen zum kognitiven und sozialen Lernen. Differenzierungen nach Förderbedarfen sind selbstverständlich. Mitgestaltung und Mitverantwortung wird in vielen weiteren schulischen und nachschulischen Bereichen geübt:

  • gemeinsame Einführungen, Besprechungen und Gespräche im Sitzkreis
  • regelmäßige Übungszeiten in Einzel- oder Partnerarbeit
  • Auseinandersetzungen mit einem Sachthema in Gruppenarbeit
  • Schreib- und Rechenkonferenzen
  • Wochenplanarbeit
  • Werkstattunterricht zur vielfältigen Auseinandersetzung mit einem Thema
  • Projektwochen, Projekttage,..
  • Einbeziehen von mitgebrachten Gegenständen und Büchern zu einem Unterrichtsthema
  • Klassenübergreifende Aktivitäten und Lerngänge
  • Gemeinsame Auswahl des zu bestellenden Essens in der Nachbetreuung
  • Gemeinsame Gestaltung des Wochenplans der Nachbetreuung
  • Klassenrat
  • Freud- und Leidbuch
  • Mediation
  • ....

Klassendienste (Tafel-, Kehr-, Blumen-, Aufräumdienst usw.) leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des gesellschaftlichen Zieles der Mitverantwortung.

Bei vielen wichtigen Entscheidungen wurden und werden die Kinder unserer Schule, einbezogen. Ebenso werden ihre Eltern und andere wichtige Vertreterinnen unserer Schulgemeinschaft einbezogen: Diese bringen sich auch handelnd in den Unterricht ein z.B. bei Projektwochen oder Projekttagen, Begleitung und Anbieten von Arbeitsgemeinschaften, bei besonderen Unterrichtsveranstaltungen, Schwimmbegleitung, Lesepaten, ...

Bevor unsere Schule gebaut wurde, schrieben die Kinder ihre Wünsche für das neue Schulgebäude auf. Sie erstellten außerdem eine wichtige Baudokumentation, die auch präsentiert und prämiert wurde (Sonderpreis beim Goldenen Floh).

Bevor unser Schulhof angelegt wurde, trug eine Klasse während einer Projektwoche ihre Ideen für einen kindgerechten Schulhof zusammen und baute Modelle. Einige ihrer Ideen sind bei der Schulhofgestaltung eingeflossen.

Auch für das Projekt "Stadt am Fluss" der Stadt Saarbrücken haben die Kinder Modelle gebaut. Sie wurden hierfür mit einem Preis vom DM-Drogeriemarkt ausgezeichnet.
Eine Klasse hat mit dem BUND gemeinsam einen Barfußpfad geplant und mit Unterstützung durch Scheidter Firmen zusammen mit ihren Eltern und den Mitarbeiter vom BUND auch aufgebaut.

Hier könnten wir noch viele weitere Beispiele aufzählen.

Unsere Demokratieerziehung - insbesondere die regelmäßig stattfindenden Schulversammlungen, die von den KlassensprecherInnen geleitet werden - ist extern evaluiert worden. Wir haben sehr gute Ergebnisse.

Ein wichtiges Erfahrungsfeld für unsere Kinder ist die Begegnung und Zusammenarbeit mit örtlichen Einrichtungen (Kindergarten, Feuerwehr, Kirchengemeinden, Sport- und Turnvereinen, ...) und mit Kooperationspartnern (Imker, Fairtrade-Initiative Saarbrücken, Netzwerk Entwicklung Saarland - NES, Universität des Saarlandes - Fit in Deutsch und Schreibwerkstatt, Weltladen, Kulturamt der Stadt, Musikschule Saarbrücken, BUND, Stadtbibliothek, Bödecker-Kreis, ...).

1.3 Ein Ort, an dem die Kinder mit Kopf, Hand und Herz lernen. Dadurch gewinnen sie interdisziplinäre Erkenntnisse, werden weltoffen und integrieren neu Perspektiven in ihr Wissen.

Das handelnde Lernen und die Herstellung emotionaler "Betroffenheit" sowie die Herstellung guter Beziehungen zwischen Lernenden und Lehrenden werden in unserer Schule möglichst immer angewandt. Sie sorgen für Lernerfolge auch der Kinder, die nicht immer nur mit dem Kopf besonders schnell sind. Alle Sinne werden beim Lernen angesprochen. Vielfalt ist uns wichtig, ebenso der Blick über den Tellerrand! Ein Ort, an dem Kinder ihren Fähigkeiten und Anlagen entsprechend lernen und hierbei inidviduelle Unterstützung finden.

Kognitives, soziales und handelndes Lernen werden an unserer Schule in vielfältiger Weise eingeübt. Nicht nur in alltäglichen Unterrichtssituationen, sondern auch besondere Unterrichtsformen:

  • Projektunterricht (z. B. Märchen als Schattenspiel - Text erarbeiten (Kopf) - Schattenspielfiguren herstellen (Hand) - Musik, Sprache und Darbietung (Herz) )
  • ABC mit allen Sinnen (z. B. Buchstaben lesen und schreiben (Kopf) - Buchstaben mit Geschichten verbinden (Herz) - Buchstaben formen (Hand) )
  • Zahlen mit allen Sinnen (z. B. Zahlen schreiben und damit rechnen (Kopf) - mit Partner zusammen (Herz) - Zahlen fühlen (Hand) )
  • Aufsatzerziehung (z. B. Aufsatz schreiben (Kopf) - Rollenspiel dazu (Herz) - dazu malen und basteln (Hand) )
  • Theaterbesuch (z. B. Märchen zum Theaterstück lesen und im Deutschunterricht erarbeiten (Kopf) - Vorstellung besuchen (Herz) - zum Theaterstück malen oder Kunstobjekt herstellen (Hand) )
  • Leseprojekte (Bücher lebendig werden lassen) - Bundesvorlesetag
  • Bienenprojekt
  • Klimameilen sammeln
  • Spendenaktionen für Bolivien

1.4 Ein Ort, an dem Kinder ihren Fähigkeiten und Anlagen entsprechend lernen und hierbei individuelle Unterstützung finden.

Täglich erfahren die Kinder im Unterricht, dass sie nach ihrem Tempo lernen können und gefördert werden (Differenzierung).

Darüber hinaus findet in den Förderstunden eine spezielle Förderung jedes einzelnen Kindes im sozialen (Akzeptanz, Toleranz, Demokratie), sportlichen, mathematischen und sprachlichen Bereich statt.

Der Förderunterricht hat bestimmte immer wiederkehrende Zielsetzungen und wird ansonsten in jedem Jahr den vorhandenen Bedingungen angepasst.

Wiederkehrend:

Montag 1. Stunde:

  • Erzählkreis Wochenende
  • Sprache und Sozialkompetenz
  • Erzählen, Diskutieren, Kommunikationstraining
  • Freies Schreiben und Gestalten
  • jeweils mit dem Klassenlehrer
  • alle Klassen

 

Freitag 1. Stunde:

  • Klassenrat
  • Sprache und Sozialkompetenz
  • Erzählen, Diskutieren, Argumentieren, Gefühle ausdrücken, Problemlösungen finden,
  • demokratisch abstimmen, Vereinbarungen einhalten
  • Klassen 1 und 2 (Klassen 3 und 4 in Sachunterricht bzw. Deutsch)

 

Auf der anderen Seite versucht die Schule auf vielfältige Art und Weise der zunehmenden Individualisierung unserer Gesellschaft durch gemeinschaftliche Projekte und Arbeitsweisen entgegenzuwirken.

Auch die Arbeitsgemeinschaften helfen den Kindern Talente, Anlagen und Fähigkeiten zu finden bzw. zu fördern. Sie ergänzen das schulische Angebot und sprechen die Kinder ganzheitlich an.
Sie werden in jedem Jahr den Bedingungen angepasst.

Der Pädagogische Tag wird jedes jahr nach den Bedürfnissen der Schule thematisch festgelegt und durchgeführt. Er beschäftigt sich häufig mit Unterrichtsverbesserungen.

1.5 Ein Ort, an dem alle mit Empathie, Achtung und Akzeptanz miteinander umgehen und an Entscheidungsprozessen partizipieren können.

Wir sind Mediationsschule.

Klassenrat und Schulversammlung sind fest verankert.

Die Schule bietet den Kindern eine Praxis gemeinsamer Normen und Werthaltungen an. Sie bietet Möglichkeiten zum Erwerb von partizipativem, kooperativem und von Fairness bestimmten Verhalten.

Gemeinsam aufgestellte Regeln schaffen den Rahmen für ein freundliches Miteinander. Konsequenzen bei Nichtbeachtung der Regeln sind gemeinsam vereinbart. Positive Konsequenzen bei der Beachtung der Regeln bestätigen die Kinder in ihrem richtigen Verhalten.

Wir halten uns an die Regeln:

  1. Alle Kinder hören auf die Lehrpersonen und Aufsichtskräfte.
  2. Wir gehen rücksichtsvoll miteinander um. (nicht weh tun, nicht ärgern, helfen, mitspielen lassen, nicht anstiften, ...)
  3. Wenn ein Kind Stopp sagt, höre ich sofort auf.
  4. Wir achten fremdes Eigentum und die Natur. (nichts wegnehmen, nichts kaputt machen, nichts verstecken, nichts mutwillig beschmutzen, nichts verschwenden, ...)
  5. Wir benutzen die richtigen Wege, Ein- und Ausgänge.
  6. Im Schulhaus nicht schreien, toben, werfen, schießen, ...
    Auf dem Weg in und von der Pause achte ich auf alle Kinder.
  7. Die Frühstückspause findet im Klassenraum statt.
  8. Wir entsorgen den Müll in den richtigen Eimer.
  9. Während der großen Pause verlassen wir den Schulhof nicht!
  10. Besonders rücksichtsvoll verhalten wir uns an den Geräten.

1.6 Ein Ort, an dem jeder lernen kann, seine Gefühle zuzulassen, anzunehmen und mit ihnen umzugehen. und mit ihnen umzugehen.

Jede Woche beginnt mit einem Morgenkreis. Dieser bietet den Kindern die Chance, nach dem Wochenende langsam im Unterrichtsalltag anzukommen, Erfahrungen, Wünsche und Probleme einzubringen und zu besprechen.

Darüber hinaus haben alle Mitglieder der Schulgemeinschaft immer wieder die Gelegenheit mitzuteilen, was sie denken und fühlen.

Dies geschieht sowohl im Klassenverband, als auch in Schulversammlungen.

Mediatoren helfen bei Konflikten, mit diesen ruhig umzugehen und seine Gefühle auszudrücken, ohne den anderen zu verletzten.

 

2. Besondere Schwerpunkte unserer Arbeit

Wir legen großen Wert auf Sport und Bewegung. Die tägliche Bewegungszeit ist selbstverständlich in den Unterricht integriert. Mit den örtlichen Sportvereinen arbeiten wir eng zusammen. Diese richten beispielsweise eine Kinderolympiade aus oder betreuen unsere Schulmannschaften mit. Eine Sport–AG ist auch über „Wir im Verein mit dir“ organisiert.

Die Leseförderung liegt uns am Herzen. Wir sind Mitglied im Bödecker- Kreis und haben daher häufig Autoren in unserer Schule. Die Veranstaltung "Bücher bauen Brücken" wird stark von unseren Klassen frequentiert. Ab der zweiten Klasse finden regelmäßig „Lesenächte“ statt.
Zu den jahreszeitlich wiederkehrenden Ritualen gehört das Vorlesen selbstverständlich dazu. In jedem Jahr führen wir einen Projekttag am Bundesvorlesetag durch. Im letzten Jahr war das Thema "Eine Welt".

Ebenso beteiligen wir uns am Vorlesewettbewerb „Lesedino“ des Ministeriums.
Ehrenamtliche Paten des Kinderschutzbundes üben mit den ihnen zugeteilten Kindern.
Es gibt Klassenpaten und Eltern, die die Kinder bei ihren Lesefortschritten begleiten und unterstützen. Einmal pro Woche liest jedes Kind seinem Paten vor. Dabei werden Lesefertigkeiten und - fähigkeiten (für das Vorlesen: richtig lesen, Pausen einhalten, richtig betonen, Spannung aufbauen, ... für das stille Lesen: Silbenerfassung, schnelles Lesen,..) trainiert. Der Pate hört zu, gibt Lesetipps und Rückmeldung über die Lesefortschritte. Die Kinder lernen dabei auch die eigene Lesefähigkeit und die anderer zu beurteilen.

Der Bücherbus der Stadtbibliothek besucht uns regelmäßig. Die Kinder machen von diesem Angebot regen Gebrauch und entdecken häufig auch Bücher zu Unterrichtsthemen, die sie gerne ausleihen.

An den Projekttagen zum Bundesvorlesetag beteiligen sich immer außerschulische Fachleute, Eltern, Großeltern, ... und sorgen so dafür, dass die altersgemischten Gruppen klein bleiben und das Angebot vielfältig ist. Auch NES und FIS bieten immer ein Projekt an. Die Kinder lernen auch andere Bezugspersonen kenn, die ihr Wissen und Können gerne einbringen. Auch die zukünftigen Schulkinder, die jetzt im dritten Kindergartenjahr sind, nehmen in der Regel an diesem Projekttag teil.

Dabei ist uns grundsätzlich in allen Bereichen das Einbeziehen der Eltern und der Nachbetreuung in die Entscheidungen und in den Schulalltag sehr wichtig.

 

3. Verzahnung Sozialpädagogischer Bereich/Hort

In unserer Schule findet in manchen Unterrichtsblöcken eine Verzahnung zwischen den LehrerInnen und den ErzieherInnen statt (sogenanntes multi-professionelles Team). Wir sehen darin eine umfassendere Möglichkeit, die Kinder in Ihrer Entwicklung zu unterstützen. Der Sozialpädagogische Bereich ist in Zusammenarbeit mit der Schule für die Organisation und Gestaltung dieser Verzahnung verantwortlich.

Träger des Horts ist das Amt für Kinder und Bildung der Landeshauptstadt Saarbrücken. Der SPB legt ebenso wie die Schule einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit. Im Anschluss an den verpflichtenden Schulunterricht bietet der SPB einen integrierten Hort bis 18 Uhr an. Dieses Angebot ist kostenpflichtig und beinhaltet zudem das Ferienprogramm.

Es gibt auch einen Freitagsplatz, den die Kinder freitags von Schulende bis 15:45 Uhr besuchen können.

Eine Ferienbetreuung ist – außer an 26 Schließtagen – immer gewährleistet.

Außerdem arbeitet die Nachbetreuung mit der Serviceagentur „ganztägig lernen“ des Ministeriums zusammen.
In der Nachbetreuung arbeiten ErzieherInnen.

 

4. Kooperation Kindergarten - Schule

Seit Jahren besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen der Kita Scheidt und unserer Grundschule. Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurde die bestehende Kooperation intensiviert.

Die künftigen ErstklasslehrerInnen (bzw. wenn diese nicht beide bekannt sind auch die Schulleiterin) betreuen gemeinsam mit den ErzieherInnen die Schukis (zukünftigen Schulkinder) im Schuljahr vor ihrem Schulbeginn. Den Schukis wird hierbei die Gelegenheit geboten, sich als Lerngruppe kennen zu lernen, in die Schule hineinzuschnuppern und sich in den schulischen Basiskompetenzen zu erproben.

LehrerInnen und ErzieherInnen tauschen sich über ihre pädagogischen Konzepte aus und ergänzen sich dadurch bestmöglich. Frühzeitig lernen die LehrerInnen die Kinder mit ihren Stärken und Schwächen kennen und haben somit die Möglichkeit, sie rechtzeitig ihren Leistungen entsprechend zu fördern und zu fordern.

Dank dieser intensiven Zusammenarbeit verlieren die künftigen SchülerInnen jegliche Angst und Scheu vor Schule. Sie kennen ihren Lehrer, das Kollegium, das Gebäude, die Räume der Nachbetreuung, die Klassenräume, die anderen Kinder, die Situation in der Pause, die Struktur eines Schulalltags mit seinen festgelegten Zeiten für Arbeitsphasen und Pausen,..

Sie wissen, was sie im nächsten Jahr erwartet und sie sind auf die Anforderungen vorbereitet. (Näheres siehe Konzept Kooperation Kita Scheidt und GS Scheidt - „Verzahntes Arbeiten“)

 

5. Bildung für nachhaltige Entwicklung BNE

Wegen unserer zahlreichen Aktivitäten im Bereich nachhaltige Entwicklung sind wir im Schuljahr 08/09 als "Klasseschule" ausgezeichnet worden:

Demokratieerziehung - Schulversammlung - Friedenserziehung - Mediation - Umwelterziehung - Klimameilen sammeln - Einzelaktionen - Bienenprojekt - Blick über den Tellerrand - Fairtrade-School - Verantwortungserziehung - Spendenprojekte

Zwei Kolleginnen haben die Ausbildung BNE - Mulitplikator absolviert.

 

6. Mediation

Zwei Kolleginnen haben die Fortbildung abgeschlossen und können die Kinder zu Mediatoren ausbilden.
Eine dieser Kolleginnen ist in jedem Jahr für die Durchführung der Medationen durch die Mediatoren (jetzt 4tes Schuljahr) verantwortlich. Die andere Kollegin führt die Ausbildung der Mediatoren (3tes Schuljahr) durch.

 

7. Mitarbeitende UNESCO-Projektschule

UNESCO ist eine Haltung!

Globale Herausforderungen werden im Unterricht thematisiert - Krieg und Frieden, Ressourcen, Müll, Umwelt, erneuerbare Energien ...
Demokratie wird geübt und gelebt.
Menschenrechte werden thematisiert, vor allem am Thema Kinderrechte.
Toleranz wird geübt - Inklusion ...

Jede UNESCO-Projektschule hat sich verpflichtet, diesen Dingen in ihrem Schulleben einen großen Stellenwert zu geben und muss jährlich in einem Bericht nachweisen, dass sie dies auch tatsächlich getan hat. Den Bericht verfasst die Schulleiterin.

 

8. Fairtrade-School

Wir sind Fairtrade-School.

Als Fairtrade-School kann man nur ausgezeichnet werden, wenn man fünf Kriterien nachweist. Die Auszeichnung darf man nur weiterführen, wenn man dies jährlich macht.

Kriterium 1
Gründung eines Fairtrade-Schulteams bestehend aus Lehrkräften, Schülern, Eltern sowie weiteren Interessierten.
Kriterium 2
Erstellen eines Fairtrade-Kompasses an der Schule, welcher vom Rektor/der Rektorin unterzeichnet sein muss.
Kriterium 3
Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule.
Kriterium 4
In mindestens zwei Klassenstufen muss in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern im Unterricht behandelt werden.
Kriterium 5
Mindestens einmal im Schuljahr muss es eine Schulaktion zum Thema